Häufig gestellte Fragen (FAQ)
 
 
Was ist eine Fachkraft für Arbeitssicherheit?
Eine Fachkraft für Arbeitssicherheit (FASi) ist für die Beratung des Arbeitgebers / Unternehmers in Sachen Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie der Unfallverhütung zuständig. Der Arbeitgeber hat FASis zu bestellen und ihnen die vorgeschriebenen Aufgaben laut Arbeitssicherheitsgesetz zu übertragen.
 
 
Wer kann Fachkraft für Arbeitssicherheit sein?
Fachkräfte für Arbeitssicherheit können Personen mit einer höheren technischen Ausbildung sein (Meister, Techniker, Ingenieure). Sie müssen über die erforderliche Fachkunde verfügen. Die Fachkunde kann durch einen staatlichen oder berufsgenossenschaftlichen Ausbildungslehrgang nachgewiesen werden.
 
 
Woraus ergeben sich die Einsatzzeiten der FASi?
Die Einsatzzeiten werden je nach Art des Unternehmens unterschiedlich berechnet, Grundlage ist die Vorschrift 2 der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV V2).
Hier erfahren Sie mehr zu Grundbetreuung und anlassbezogener Betreuung. 
 
 
Wer muss eine FASi bestellen?
Alle Unternehmen müssen eine FASi bestellen.
Bei Kleinbetrieben gibt es teilweise die Möglichkeit, dass der Chef selbst einen Kurzlehrgang bei der BG absolviert und sich regelmäßig weiterbilden lässt (nicht in allen BGen zugelassen!).
 
 
Welche Aufgaben hat die FASi?
Die FASi soll:
 
  • den Arbeitgeber bei allen Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes und der menschengerechten Gestaltung der Arbeit beraten und unterstützen,
  • die Durchführung des Arbeitsschutzes und der Unfallverhütung beobachten,
  • regelmäßig die Arbeitsstätten begehen und die Betriebsanlagen und technischen Arbeitsmittel überprüfen,
  • Gefährdungs- und Risikoanalysen durchführen,
  • die Ursachen von Arbeitsunfällen untersuchen und auswerten sowie Maßnahmen zu deren Vermeidung vorschlagen,
  • soll bei der Schulung der Sicherheitsbeauftragten mitwirken.
Der komplette Aufgabenkatalogist beschrieben in § 6 ASiG = Arbeitssicherheitsgesetz
 
 
Soll ich das Unternehmermodell anwenden und die Aufgaben der FASi selbst warnehmen?
Das Unternehmermodell ist in einigen BGen für Kleinbetriebe zugelassen. dazu muss der Betriebsinhaber sich bei seiner BG entsprechend ausbilden lassen. Damit aber nicht genug! Die kontinuierlliche Aufgabenwarnehmung  scheitert meist an der erforderlichen und vorgeschriebenen Weiterbildung (mind. jährlich). Bei Versäumnissen in diesem Bereich ist man schnell nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Gesetzlichkeiten und Vorschriften und hat damit keine Betreuung mehr. 
 
 
Soll ich lieber intern bestellen oder extern bestellen / beauftragen?
Für die Beauftragung einer externen Fachkraft spricht vor allem die betriebliche Unabhängigkeit und Neutralität in der Beurteilung vorhandener Gefährdungen. Diese lässt einen sachlicheren Umgang mit der Materie erwarten. Des Weiteren können externe FASis Tipps und Hinweise aus anderen Erfahrungsbereichen mitbringen (Wie machen das z.B. denn andere Betriebe).
Die Bestellung interner Kräfte setzt u.U. Bildungsaufwand über mind. 3 Jahre zur Erlangung der Fachkunde voraus und zieht damit erhebliche Ausfallzeiten nach sich.
 
 
Was ist der Arbeitsschutzausschuss?
Nach § 11 ASiG ist in Unternehmen ab 20 Mitarbeitern ein Arbeitsschutzausschuss zu bilden.
Der Unternehmer, Fachkraft für Arbeitssicherheit und Betriebsarzt bilden zusammen mit dem Betriebs-/Personalrat und Vertretern der Belegschaft (Sicherheitsbeauftragte) einen “runden Tisch” der sich mit Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes beschäftigt.